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Ist mein Geld sicher?

Rund 63 Milliarden Euro des Wertes der 30 großen deutschen Dax-Unternehmen wurde durch den Kursrutsch an den Börsen vernichtet. Nun stellt man sich natürlich als Verbraucher angesichts solcher Nachrichten die Frage, ob die wichtigen Rücklagen für das Alter oder das Ersparte nun auch in Gefahr sind. Die Experten geben aber die Entwarnung, es würden zwar die Risiken steigen, aber um das Geld muss man sich keine Sorgen machen.

In Deutschland sind alle Anlagen auf Spar- und Girokonten grundsätzlich, das trifft auch auf die Bausparverträge, welche ja weit verbreitet sind zu, in abgesichert. Wenn ein Geldinstitut in die Pleite gehen sollte erhalten alle Kunden 90% (gesetzliche Mindestsicherung) bzw. 100% (freiwillige Sicherung über den Einlagensicherungsfonds) ihres Geldes zurück.

Der Einlagensicherungsfonds der deutschen Bankwirtschaft besteht z.B. seit fast 30 Jahren. Bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken wird noch einmal zusätzlich für ihre Mitglieder mit dem eigenen Verbund abgesichert. Beachtet werden sollte aber unbedingt, bei Konten im Ausland, besondere außerhalb der EU, muss man oft auf solche Sicherungssysteme verzichten.


Kaum Risiken bei Lebensversicherungen und Riester-Renten
Nach Angaben von Experten sind kapitalbildende Lebensversicherungen/Rentenversicherungen von den derzeitigen Kursverlusten an den Börsen nicht betroffen. Ebenfalls vergleichsweise sicher sind die beliebten Riester-Produkte zur Altersversorgung.
Die Versicherer investieren zwar für die kapitalbildenden Lebensversicherungen auch an Aktienmärkten, äußerte sich Peter Schwark vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Allerdings ist das sehr begrenzt, weil in der Regel die Aktienquote der deutschen Lebensversicherer bei zehn bis zwölf Prozent liegt. Es besteht dennoch kein Grund, wegen dem Kurssturz und damit eventuell verbundene geringe Überschüsse, ausgerechnet jetzt seine bestehenden Lebensversicherungen zu verkaufen.

Die Versicherten können ganz sicher mit dem Garantiezins rechnen, so gesagt von Lilo Blunck vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Der Garantiezins wird auf die eingezahlten Beiträge, aber abzüglich der Verwaltungsgebühren und Provisionen, gezahlt werden. Allerdings könnten die Überschüsse wegen des Kurssturzes geringer ausfallen. Diese seien ja sowieso nur versprochene Überschüsse und keine garantierten Überschüsse.
Zu Beginn der Rentenzahlung werden dem Versicherten bei Riester-Produkten mindestens die eingezahlten Beiträge und Zulagen garantiert, erläuterte Blunck. Schwankungen aber können bei den Überschüssen auftreten, das ist natürlich wieder abhängig je nach Produkt. Bei einem Fondsparplan hat man mehrere Aktienanteile, mehr wie bei einer Kapitalversicherung. Bei einem Absturz der Börse kann man die Auswirkungen natürlich deutlich an der Wertentwicklung sehen.

Bei Fonds gibt das Portfolio den Ausschlag
Fondsprodukte sind bei den deutschen Anlegern sehr beliebt. Besonders Investmentfonds locken mit ihren hohen Renditen die Anleger. Trotzdem sind sie aber auch durch ihren hohen Aktienanteil dem Markt nicht ohne Risiken ausgesetzt.
Hierbei spielt, angesichts des Börsencrashs, ein besonderer Gesichtspunkt eine entscheidende Rolle. Auf das Management dieser Papiere und wie es geschafft wird, die Verluste bei einem Crash durch intelligentes Umschichten zu verringern, kommt es nun an.

Bei Rentenfonds sieht es besser aus, hier wird ja überwiegend in Staatsanleihen investiert aus denen der Verbraucher profitieren kann. Als sicherer Hafen gelten die Rentenpapiere bei den Investoren und das auch wenn es mal stürmische Börsenzeiten gibt. In den letzten Jahren sind die Kurse Staatsanleihen sogar gegenüber dem Trend gestiegen.

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04.03.2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Allgemein

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