Deutsche und Briten finanzieren am meissten
Dem „Europa Konsum Barometer“ liegen hinsichtlich des Kreditvolumens folgende Zahlen zugrunde: die Hälfte des Europäischen Kreditvolumens teilen sich Deutschland und England. Ende 2007 wird dieses Volumen auf sage und schreibe ca. 1.100 Milliarden Euro geschätzt. Ein Drittel des Anteiles fällt auf Großbritannien, einundzwanzig Prozent erreicht Deutschland mit nahezu 229 Milliarden Euro, Frankreich und Spanien kommen dabei auf einundzwanzig Prozent des Gesamtvolumens.
Die Erhebung zeigt weiter, dass die größten Zuwächse in Zentral- und Osteuropa verbucht werden. Russland allein verbucht einen Zuwachs bei der Kreditnachfrage, um 80 Prozent sei diese im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Polen und Serbien erschienen auch signifikant, denn hier stiegen die Nachfragen um 50 Prozent. Eine Nachfrage auf höhergütige Konsumgüter ist vor allem in den Ländern Zentraleuropas und Russland stark zu verzeichnen. Natürlich steigt somit auch das Interesse an Finanzprodukten, die sich entsprechen eignen. Das Beschreibt wiederum Dr. Anja Welsch, Leitung Sales Support bei der Dresdner-Cetelem Kreditbank in einer Trendforschung.
Briten finanzieren am meisten
Pro Haushalt begegnet man unter den Briten am häufigsten den Typ des „Finanzierers“ und zwar mit 12.857 Euro. Spanien liegt pro Haushalt bei ungefähr 6.516 Euro auf dem zweiten Platz. Deutschland dagegen bewegt sich leicht dahinter, mit 5.854 Euro. In Russland und Zentraleuropa nehmen nur die wenigsten Menschen, trotz hoher Wachstumsraten im Kreditvolumen, einen Verbraucherkredit in Anspruch. Dort liegt der Länderdurchschnitt noch weit unter den zu Verfügung stehenden europäischen Mitteln.
Deutsche informieren sich online über Kreditangebote
Bei einer Befragung kam man zu der Erkenntnis, dass sich jeder 4. vor Abschluss eines Kreditvertrages /Sparvertrages vorab im Internet Informationen einholt. Die Britten informieren sich aber noch besser, denn dort holt jeder 3. die Informationen aus dem Internet. 14 Prozent war jedoch der Durchschnitt im europäischen Bereich. Man muss sagen, dass mit 10 Prozent der Deutschen, die ein Finanzprodukt erworben haben, sich die Zahl verdoppelt hat, das auch im europäischen Schnitt gesehen. Bei 7 Prozent der Bundesbürger hat sich eine Nachfrage nach Online-Finanzprodukten abzeichnen können. Das Ziel ist es, bis 2010 den Umsatz im E-Commerce aber um 15 Prozent des europäischen Handelsvolumens auszubauen. In Deutschland werden dann wahrscheinlich vier von fünf Haushalten über einen Zugang zum Netz verfügen und in Europa wird der Zugang zum Netz voraussichtlich einer von zweien sein.
Menschen verbringen künftig mehr Zeit im Netz
Die Anzahl der wöchentlich online verbrachten Stunden werde auch europaweit auf die Kosten der klassischen Medien. Die Steigerung wird sich von 12,4 in 2007 auf voraussichtlich 15 Stunden in 2010 zeigen. Die Leute nutzen immer häufiger die Zeit, sich mit dem world wide web zu befassen und sich hinsichtlich verschiedener Produkte zu informieren. Die Deutschen sind mit 62 Prozent der Online-Käufe mit einer der fleißigsten Nationen und liegen damit an der Spitze.
